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WS 02 - Anke Birnbaum für Guy Bodenmann:

Förderung von Bewältigungsressourcen und Intimität bei Paaren

Auf der Grundlage der empirischen Partnerschafts- und Stressforschung wurde von Bodenmann (2004) der bewältigungsorientierte Ansatz in der Prävention und Therapie mit Paaren entwickelt. Dieser legt neben der Förderung von Kommunikations- und Problemlösekompetenzen, wie in der klassischen Verhaltenstherapie mit Paaren, einen Akzent auf die Stärkung von Bewältigungsressourcen des Paares anhand der 3-Phasen-Methode. Dabei werden die emotions-fokussierte Mitteilung von paarexternem Stress (emotionale Selbstöffnung), das Verständnis und die Empathie des zuhörenden Partners (empathisches Mitschwingen) und dessen Befähigung, adäquat und feinfühlig auf die Belastungen des anderen einzugehen (bedürfnisangepasste Unterstützung) trainiert. Die Methode dient insbesondere (a) dem besseren Verständnis, weshalb der Partner im Alltag häufig störend, befremdlich und irritierend reagiert (was in Stresssituationen besonders gehäuft vorkommt) und (b) durch eine intensive Begegnung im Stress-dyadischen Coping-Prozess zu einer Erhöhung von Intimität, Nähe, Verbundenheit und Vertrauen in der Partnerschaft.
In diesem Workshop wird kurz der theoretische Hintergrund der Methode erläutert und die 3-Phasen-Methode (1. Phase: Trichtermethode; 2. Phase: dyadisches Coping des Partners; 3. Phase: Rückmeldung zur Unterstützung) vorgestellt und anhand eines Fallbeispiels illustriert.
Ziel: Die Teilnehmenden sollen die Methode kennen lernen und ihre Bedeutung in Prävention und Therapie von Partnerschaftsstörungen erleben können.

Literatur:
Bodenmann, G.. Verhaltenstherapie mit Paaren. Huber Verlag, Bern, 2004.